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Radio – ein häufig unterschätztes PR-Instrument

By 20. August 2015 No Comments
Wir tun es beim Zähneputzen, beim Frühstücken, beim Autofahren und sogar bei der Arbeit – ca. 80 % der Deutschen hören täglich Radio und das über drei Stunden am Tag (ma 2015 Radio I). Ein unschlagbarer Vorteil des Radios ist, dass man es immer und überall hören und sich dabei auch noch anderweitig beschäftigen kann. Für viele ist das Radio ein unmodernes Medium – naja, es hat keinen Like-Button und einen Flash kann es auch nicht, aber es gehört trotzdem noch zu den beliebtesten und meistgenutzten Medien.

Ja, ja, das gute alte Radio ist nicht zu unterschätzen! Hörfunk ist nicht nur für die Werbung, sondern auch für die PR ein sehr attraktives Medium. Neben Social Media und anderen digitalen Maßnahmen, die heute auf fast jeder Agenda eines Kommunikationsprofis dominieren, sollte man das Thema Radio-PR auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Für ein überschaubares Budget bietet das Radio spannende Möglichkeiten für erfolgreiche PR-Platzierungen. In kürzester Zeit lässt sich mit Hörfunk-PR eine große Reichweite aufbauen. Reichweitenkönig in der Hörfunkbranche ist derzeit Radio NRW mit ca. 1,3 Mio Hörer pro Stunde (ma 2015 Radio I). Die Gesamtauflagen von größeren deutschen Tageszeitungen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, können bei solchen Reichweiten nicht mithalten.

Die Radiolandschaft hat vieles zu bieten. Neben öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern, gibt es unter anderem auch eine Vielzahl von Webradios.Wir werden über die neusten Musik-Hits, über Stars und Sternchen, über das Tagesgeschehen, über das Wetter, über die aktuelle Verkehrslage und vieles mehr informiert. Redaktionelle Beiträge lassen sich perfekt in ein Radioprogramm integrieren. Die Inhalte können auf eine spannende und unterhaltende Art der gewünschten Zielgruppe näher gebracht werden. Eine sehr spezifische, lokale, aber auch überregionale Zielgruppe kann man über den Hörfunk adressieren. Wer mit Radio-PR Reichweite und Resonanz schaffen möchte, sollte sein Konzept so gut es geht auf die Bedürfnisse der Radiosender und dessen Hörer abstimmen. Radio-PR ist keine Werbung, dass muss klar sein! Werbung finanziert die Hörfunksender, Servicebeiträge binden die Zuhörer. Die Bereitschaft der Redaktionen PR-Inhalte in das Programm zu integrieren, hängt ganz vom Nutzwert des Beitrages für die Hörer ab.

Das Radio ist ein tagesaktuelles Medium, das heißt, sie arbeiten mit einem großen Aktualitätenbezug. Jahres- und Aktionstage oder saisonale Themen sind sehr beliebt bei den Redaktionen und dafür kann man als PR-Berater seine Beiträge gezielt anbieten. Das Anbieten von Gewinnspielen kann zudem ein guter Anreiz für die Verantwortlichen der Programmplanung sein und somit die Ausstrahlung des PR-Beitrages fördern. Gewinnspielaktionen können sich als äußerst effektiv erweisen und die Reichweite einer Aktion steigern.

Auch aktuelle O-Töne kommen bei den Radiosendern sehr gut an. Dies kann ein Statement eines Experten sein, der sich zu einem bestimmten Thema äußert, oder eine Straßenumfrage, die der Radio-PR an Glaubwürdigkeit schenkt. Je kürzer und prägnanter das PR-Material ist, desto beliebter ist es bei den Redaktionen. Durch das Radio wird nur ein Sinn, „das Hören“ angesprochen. Die Informationen, die man über den Hörfunk übermitteln möchte, müssen daher genau beschrieben sein. In den Köpfen der Zuhörer müssen Bilder erzeugt werden, damit sie sich in das Geschehen hineinversetzen können. Außerdem muss man darauf achten, dass die Informationen nicht zu werblich gestaltet sind.

Als PR-Berater sollte man auch beachten, dass eine Integration eines redaktionellen Beitrages in ein Radioprogramm fast immer ein gewisses Budget erfordert. Für die Themenplanung, der Aufzeichnung des Beitrages mit professionellem Equipment bis hin zur Erfolgsmessung verlangen Radiosender je nach Aufwand ein bestimmtes Budget. Diese Investition lohnt sich aber in jedem Fall, da man für sein Geld meist hochwertig produzierte und glaubwürdig in das Programm integrierte Berichtserstattungen erhält. Alternativ zu den selbst produzierten Beiträgen, nehmen viele regionale und kleine Privatsender auch oft vorproduzierte Beiträge, um ihre Sendezeit kostengünstig zu bestreiten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Radio für die Pressearbeit ein wichtiges und nicht zu unterschätzendes Medium ist. Radio ist weder alt noch öde und muss sich in Zeiten von Social Media und Co. nicht verstecken. Im Gegenteil, Radiosender sind auch im Social Web stark vertreten und interagieren mit Ihren Hörern auf ihren Social Media Kanälen. Allein mit einer Pressemitteilung lassen sich die Redaktionen jedoch nicht begeistern. Für eine erfolgreiche Radio-PR spielen viele Faktoren, über die man sich als PR-Berater Gedanken machen muss, eine wichtige Rolle.