markenzeichenmarkenzeichen 360°

Snapchat – Mit lustigen Bildchen zum Unternehmenserfolg?

By 20. Juli 2015 Februar 7th, 2020 No Comments

Snapchat ist in aller Munde – wenigstens was seine Nutzerzahlen angeht. 2011 gestartet, liegt die US-App heutzutage in den Downloadcharts auf den ersten Plätzen. Nach eigenen Aussagen nutzen monatlich 100 Millionen aktive Nutzer die Messenger-App, die täglich 700 Millionen so genannter Snaps verschicken. Der größte Teil der Nutzer kommen aus den USA, aber auch in Deutschland ist Snapchat auf dem Vormarsch. Hierzulande nutzen in erster Linie Blogger und YouTube Stars Snapchat, um Neuigkeiten zu verbreiten und einen exklusiven Einblick in ihren Alltag zu geben. Doch was genau ist Snapchat und wie können auch Unternehmen davon profitieren?

Die Hauptzielgruppe von Snapchat sind die Digital Natives, vor allem User unter 18 Jahren – die User der Zukunft. Sie versenden via Snapchat Bilder und Videos – so genannte Snaps – an andere Nutzer. Der Clou dabei: Die Inhalte verfallen automatisch nach einer vorher festgelegten Zeit, in der Regel bis zu 10 Sekunden.

Auch länger darstellbare Inhalte sind möglich, die Maximalzeit liegt hier bei 24 Stunden. Dann spricht man allerdings nicht mehr von Snaps, sondern von „Storys“. Im Gegensatz zu Snaps kann man bei Storys festlegen, ob nur Freunde die Inhalte sehen können, oder sie öffentlich zugänglich gemacht sind.

Hauptvorteile von Snapchat:

  • Aktives Abonnieren von Inhalten: Die Inhalte erreichen die Zielgruppe direkt und müssen aktiv abonniert werden. Sie gehen so nicht in der Fülle von Nachrichten im Newsfeed etc. unter. Das aktive Abonnieren bedeutet aber auch, dass der User im ersten Schritt aktiv und mit seinen persönlichen Daten mit einem anderen Snapchat-Nutzer in Verbindung treten muss.
  • Kurze Darstellung der Inhalte: Da die Snaps nur für einen Augenblick angezeigt werden, müssen sich Nutzer tatsächlich darauf konzentrieren, da ein späteres „Nachschauen“ nicht möglich ist.
  • Einfache Sicherheit: Lästige Sicherheitseinstellungen wie bei Facebook entfallen, die da die Nutzer ihre Fotos direkt an ihre Freunde versenden. Die Snaps verschwinden nach einer gewissen Zeit nicht nur vom Handy des Nutzers, sondern gleichzeitig auch vom Snapchat-Server – und können nicht nachverfolgt werden. Einzig mit Screenshots lassen sich Snaps capturen. In diesem Fall wird man sogar von Snapchat benachrichtigt. Alles in allem spielt diese einfache Bedienung und die Tatsache, dass man sich über Datenschutz weniger Sorgen machen muss, Snapchat in die Hände.

Snapchat für Unternehmen?

Hauptzielgruppe von Snapchat sind selbstverständlich die Nutzer. Aber: Unternehmen hat Snapchat seit jeher im Fokus: So bietet „Discover“ Platz für redaktionelle Inhalte, unter anderem gemeinsam mit CNN, Cosmopolitan und National Geographic. Die Anbieter können dabei Stories und Videos hinterlegen und diese mit Text und Musik kombinieren. Auch diese Inhalte verschwinden nach 24 Stunden wieder automatisch.

Die geringe Anzeigedauer kann dabei ein Nachteil sein, aber auch für Unternehmen sinnvoll für ihre Zwecke genutzt werden. Im direkten Kontakt mit den Kunden sind dabei die folgenden Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen sind vorstellbar.

  • Vorstellung eines Neu-Produktes: Bei der Vorstellung eines exklusiven Produktes können die Nutzer mit einem Snap einen ersten, kurzen Blick auf das brandneue Produkt im wahrsten Sinne des Wortes „erhaschen“. So wird Spannung aufgebaut und Neugier für das Produkt erzeugt.
  • Blick hinter die Kulissen einer Marke: Mit kurzen Snaps von Blicken hinter die Kulissen einer Marke bekommen die Freunde einen exklusiven Zugang und gleichzeitig ein Dazugehörigkeitsgefühl und werden so Teil der Marke.
  • Gutscheine via Snaps: Snapchat kann auch einfach für das Versenden von Gutscheinen genutzt werden: Der Kunde schickt einen Snap eines Produktes an den Account des Unternehmens und wird dafür im Gegenzug mit Rabattgutscheinen belohnt – eine direktere Kundenbeziehung ist kaum vorstellbar.

Viele weitere Einsatzmöglichkeiten für Snapchat im direkten Kundenkontakt sind vorstellbar. Visual Content ist das Stichwort der Stunde – und den kann man per Snapchat bei richtiger Nutzung direkt an die Zielgruppe kommunizieren.