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Was war noch einmal Facebook, bitte?

By 8. August 2019 No Comments
Instagram statt Facebook? Der Trend sagt ja!

Mit dem 04. Februar 2004 verbinden die meisten Menschen einen ganz normalen Tag und nicht den Anbruch einer digitalen Ära – den Beginn der Zeiten von & Co. Was vor nicht einmal zwei Jahrzehnten als kleines, noch unscheinbares Portal für Studenten anfing, ist heute eines der bekanntesten Netzwerke der Welt. Auf wird gelikt, geteilt und kommentiert – von Menschen jeden Alters. Umso logischer erscheint ein Engagement von Unternehmen auf der Plattform, um die eigene Zielgruppe adäquat zu erreichen.

Facebook: Vom Nonplusultra zum gewöhnlichen Netzwerk

Doch der stetige digitale Wandel geht weiter und betrifft auch die vermeintliche Übermacht Facebook – gerade in Hinblick auf die Marketingmöglichkeiten von Unternehmen. So hält Sahra Al-Dujaili, Senior Managerin im Bereich bei der Otto Gruppe, in einem kürzlich publizierten Artikel der Zeitung ‚Horizont‘ fest:  Die Uhr von Facebook tickt. Langsam, aber sicher. Doch was ist wirklich dran an diesem prognostizierten Abstieg von Facebook? Auf welcher Plattform können Unternehmen jetzt und zukünftig interagieren, um für relevante Zielgruppen sichtbar zu bleiben? Im Folgenden gehen wir diesen Fragen auf die Spur.

Ein Knackpunkt ist die lange Beständigkeit von Facebook. Das Wort „lang“ für einen Zeitraum von nicht einmal zwei Jahrzehnten zu benutzen, mag ungewöhnlich klingen. Nicht aber im digitalen Kontext, denn das Internet verändert sich täglich. Und genau das kann Facebook zum Verhängnis werden. Durch den ständigen Wandel erscheinen neue, interaktive Plattformen auf der Bildfläche, die Unternehmen diverse und bisher unbekannte Features bieten. Der entscheidende Punkt hierbei: Junge Nutzer sind vermehrt auf diesen alternativen sozialen Netzwerken tätig. Da die neue Generation die Konsumentengruppe von Morgen beschreibt, wird es höchste Zeit für Unternehmen, auf anderen, bisher ungewöhnlicheren Plattformen aktiv zu werden.

„Do it for the gram“

Getreu dem Motto „Do it for the (Insta-)gram” teilen Nutzer auf der sozialen Plattform ihr Leben in Form von Fotos, Videos und Texten. Wie gebannt verfolgt vor allem die digitalaffine GenZ die Storys von bekannten Persönlichkeiten, Meinungsmachern und somit Influencern. Das 2010 gegründete steckt dabei schon längst nicht mehr in den Kinderschuhen. Es bietet zahlreiche Features an, welche von Unternehmen für Marketingzwecke genutzt werden (sollten). In diesem Kontext spielen unter anderem TV, das Produkte bewirbt, und Shopping, das „Einkaufen to go“, eine entscheidende Rolle. Und es erscheinen immer weitere Features, um den Ansprüchen der Digital Natives gerecht zu werden und die junge Zielgruppe zu begeistern. Unternehmen sind also gefragt, auf aktiv zu werden und etwas Neues zu wagen!

Facebook yesterday, Instagram now & TikTok tomorrow

Doch halt! Wenn Facebook 2004 gegründet wurde und sich hinsichtlich seiner Relevanz für Unternehmen bereits jetzt behaupten muss, droht dies dann nicht auch bald Instagram? Die Antwort auf diese Frage lautet nein. Instagram wurde zwar vor fast einem Jahrzehnt gegründet, erfindet sich seitdem aber ständig neu – gerade in Hinblick auf Marketingzwecke von Unternehmen. Daher ist beziehungsweise bleibt die Plattform im Hier und Jetzt hochrelevant. Und doch entstehen nebenbei neue Plattformen, die digitale Ansprache in eine neue Dimension heben.

Das neuste Mitglied in der Social Media-Familie ist TikTok – ein Kurzvideoanbieter, der besonders von unter 20-Jährigen genutzt wird. Dass die Plattform noch ganz am Anfang steht, kann ein echter Vorteil für Unternehmen sein. Die Chance, auf kommende Trends aufzuspringen und sich somit als „First Mover“ zu positionieren, wächst mit TikTok rasant. Mit Hilfe von Challenges (wie etwa Tanzwettbewerben) können Unternehmen ihre Zielgruppe aktiv zur Beteiligung auffordern. Denn Mitmachen ist auf TikTok das Gebot der Stunde! Durch die Aktivierung der Nutzer profitieren Unternehmen von einem entscheidenden Vorteil: Sie machen ihre Marke(n) erlebbar und bringen diese noch näher zum Konsumenten.

Facebook, Instagram & TikTok – was jetzt?

Als Fazit der Social Media-Debatte ist also festzuhalten, dass es durchaus sinnvoll sein kann, Facebook für bestimmte Marketingzwecke zu nutzen. Instagram ist jedoch zeitgemäßer und scheint immer mehr Menschen, gerade auch die GenZ, in seinen Bann zu ziehen. Viele Features stehen kurz vor dem Durchbruch und müssen einfach einmal ausprobiert werden. Außerhalb des „Facebook-Universums“ gilt TikTok als eine vielversprechende Plattform für das zukünftige digitale Marketing von Unternehmen.